Künstliche Intelligenz zum Anfassen - Zukunftstechnologie an der Erwin-Teufel-Schule vorgestellt
Wie sieht der Lagerist der Zukunft aus? Diese Frage wurde eindrucksvoll am 24. Juli 2025 bei einer Veranstaltung an der Erwin-Teufel-Schule beantwortet, bei der ein humanoider Roboter mit einem Salto und präziser Regalbefüllung demonstrierte, wozu Künstliche Intelligenz (KI) bereits heute fähig ist.
Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Cluster Zerspanungstechnik organisiert und bot über 100 interessierten Schülerinnen und Schülern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen der KI.
Zwei hochkarätige Referenten führten durch den Nachmittag: Rene Deist, Leiter der digitalen Entwicklung bei EnBW, und Reinhold Walz, Geschäftsführer der Softwarefirma GEWATEC aus Wehingen. Beide beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven – wissenschaftlich, wirtschaftlich und praxisnah.
Rene Deist erklärte, wie KI das menschliche Gehirn simuliert und in bestimmten Bereichen – etwa bei der medizinischen Bildauswertung – bereits präzisere Ergebnisse liefert als der Mensch. Gleichzeitig nahm er Ängste: Die Pflege und viele andere Berufe, in denen Empathie gefragt ist, seien durch KI nicht ersetzbar. Dennoch sei der verantwortungsvolle Umgang mit KI entscheidend. „Der Mensch wird nicht durch KI ersetzt – aber der Mensch, der keine KI nutzt, könnte ersetzt werden“, so Deist. KI biete enorme Chancen, müsse aber gezielt eingesetzt und verstanden werden. Sie liefere stets die wahrscheinlichste, nicht unbedingt die „wahre“ Lösung.
Reinhold Walz zeigte auf, wie KI heute bereits in der metallverarbeitenden Industrie eingesetzt wird – einem Bereich, in dem seine Firma seit Jahrzehnten tätig ist. Themen wie Maschinenüberwachung, Mustererkennung, Energieeffizienz und vorausschauende Wartung gehören bereits zum Alltag. Voraussetzung dafür sei die konsequente Digitalisierung. Walz verdeutlichte, dass KI nur dann sinnvoll arbeite, wenn sie mit ausreichend Daten versorgt und mit klaren Zielvorgaben gesteuert wird. In einer Live-Demonstration zeigte GEWATEC, wie KI bereits heute in Echtzeit Handlungsempfehlungen geben kann – beispielsweise zur Optimierung von Produktionsprozessen.
In der anschließenden Gesprächsrunde wurde deutlich: KI wird die Arbeitswelt verändern – aber nicht in dem Sinne, dass sie Menschen ersetzt. Vielmehr wird sie als intelligentes Werkzeug immer stärker zum Partner und Begleiter des Menschen werden. Ob in der Industrie, in der Energieversorgung oder in der Medizin – wer KI sinnvoll einsetzt, verschafft sich entscheidende Vorteile.
Die Erwin-Teufel-Schule bedankt sich herzlich bei den Referenten und dem Cluster Zerspanungstechnik für die gelungene Veranstaltung. Sie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit den Technologien der Zukunft in Kontakt zu bringen – praxisnah, verständlich und inspirierend.