Jugendoffiziere an der Erwin-Teufel-Schule
Am Dienstag, 12.07.2022 und am Mittwoch, 13.07.2022, besuchten zwei Offiziere der Bundeswehr im Rahmen ihres Auftrags als Jugendoffiziere die Erwin-Teufel-Schule.
Organisiert wurde der Besuch von Elisabeth Fricker und Sebastian Freund, die in ihrem jeweiligen Gemeinschaftskundeunterricht viele der angesprochenen Themen schon diskutiert hatten und die Schülerinnen und Schüler auf den Besuch vorbereiteten.
Kapitänleutnant Heiko von Ditfurth und Hauptmann Stefan Gram nahmen sich für insgesamt sechs Klassen aus dem Bereichen Berufskolleg Technik und dem Bereich Metall mit Mechatronikern, Industriemechanikern und Zerspanungsmechanikern Zeit, um mit diesen über das Soldatensein an sich, die politische Zeitenwende und vor allem auch über Sicherheits- und Außenpolitik und die russische Invasion auf die Ukraine zu sprechen. Das Selbstverständnis der Jugendoffiziere ist es, speziell mit jungen Leuten in Kontakt zu treten, in der Überzeugung, dass die Bundeswehr transparent sein müsse und Themen diskutiert werden sollten. Beide Offiziere starteten ihre Präsentationen mit Fragen bzw. einem Quiz, um die Schülerinnen und Schüler zu aktivieren und das Vorwissen zu prüfen. Zunächst ein Mal wurden wichtige Begriffe geklärt, wer-gegen-wen, was hat Deutschland mit allem zu tun und auch: woher beziehen wir eigentlich Informationen, was sind Fake News und wie unterscheiden wir diese von objektivierbaren Fakten. Auch die Rolle von übergeordneten Institutionen wie der UN mit der ihr eigenen UN-Charta, dem Weltsicherheitsrat und dem Verteidigungsbündnis NATO kamen zur Sprache. Worauf bezieht sich eigentlich unsere Außenministerin Frau Baerbock, wenn sie von einem völkerrechtlichen Bruch spricht, wie kann die Rede von Bundeskanzler Scholz und der Begriff Zeitenwende verstanden werden, auch diese Fragen wurden geklärt. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler auch Einiges über fünf große Handlungsfelder der deutschen Politik, bei denen deutlich wurde, inwieweit die russische Invasion wirklich den Beginn einer Zeitenwende darstellt. Des Weiteren wurde auch über die Rolle des russischen Machtapparats, den Verlauf des Krieges und auch mögliche Zukunftsszenarien gesprochen. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei laufend die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen miteinzubringen. Es wurde deutlich, dass wir alle als Einzelne über unsere Möglichkeit der Partizipation bei Wahlen, an Entscheidungsprozessen, die die Bundeswehr betreffen, mitwirken können. Die Schülerinnen und Schüler nahmen die Gelegenheit wahr, auch persönliche Fragen an die Offiziere zu stellen, zum Beispiel, wie viel denn ein Offizier verdiene, ob die beiden schon einmal im Ausland gewesen wären und ob man einem Vorgesetzen widersprechen dürfe. Es wurde klar, wie wichtig die Begegnung zwischen Vertretern der Bundeswehr und jungen Leuten ist, um über aktuelle hochpolitische Themen, die alle betreffen, zu sprechen, Sachverhalte zu klären und ein Gefühl für das Selbstverständnis der Bundeswehr zu entwickeln.